Emil Nolde Holzschnitte
Als Hans Emil Hansen 1867 im nordschlesischen Nolde geboren, wuchs er auf dem elterlichen Hof auf. Nach der Ausbildung zum Schnitzer und Zeichner an der Flensburger Kunstgewerbeschule, ermöglichte ihm der Verkaufserfolg einer Serie von Postkarten mit Bergmotiven das Leben als freier Künstler.
1937 wurde er von den Nazis als entarteter Künstler eingestüft, 1941 wurd ihm das Malen vollständig verboten. Heimlich malt Nolde noch viele Aquarelle, zahlreiche Auszeichnungen, die ihm nach dem Krieg verliehen worden, würdigen sein Lebenswerk. Gestorben ist er 1956 in Seebüll, schon in seinem Testament wird der Grundstein für die Nolde Stiftung Seebüll gelegt.
Die Wanderjahre führten ihn nach Flensburg, München, St. Gallen, Paris und Kopenhagen, wo er auch seine Frau Ada kennen lernte. Auch in den weiteren Jahren war Emil Nolde auf Reisen, Berlin, Russland und China beeinflussen die Wahl seiner Motive. Anlässlich einer Ausstellung in Dresden bekommt er Kontakt zu der Künstlergruppe "Brücke", der er sich für zwei Jahre anschliesst. In den Jahren 1906 bis 1918 entstehen die meisten seiner rund 200 Holzschnitte, denen er selbst eine besondere Bedeutung zumisst. Die Verbindung seiner handwerklichen Fähigkeiten mit dem künstlerischen Impuls hat Werke von höchster Ausdruckskraft entstehen lassen.
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