Marc Chagall
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg schuf er mit Bildern wie
"Meiner Braut gewidmet" (Kunstmuseum Bern), "Russland, den Eseln und anderen" (Paris, Museé d'Art Moderne) und "Ich und das Dorf" (Amsterdam, Stedelijlk Museum) Werke, die zu den Inkunabeln der modernen Kunst zählen. Wie nur
wenige andere hat Chagall die Malerei des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgeprägt. Sein Werk, dass bei vielen Künstlern, etwa den jungen deutschen Expressionisten, einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, hat einen sehr
individuellen Charakter und lässt sich keiner bestimmten Richtung zuordnen.
Obwohl sich Chagall aktuellen Richtungen wie Fauvismus, Surrealismus, Orphismus und Kubismus nicht verschloss, ihnen sogar manchen entscheidenden Impuls verdankte, durchzieht sein ganzes, über siebzigjähriges Schaffen doch ein sehr persönlicher Stil. 1922 führte ihn der Maler Herrmann Struck in Berlin
in die technischen Voraussetzungen der Druckgraphik ein, der sich Chagall in Zukunft mit größter Begeisterung und Meisterschaft widmen sollte.
Marc Chagall starb im März 1985 und ging als Maler-Poet dieses Jahrhunderts in die Kunstgeschichte ein.
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