Yoshi Takahashi
1943 geboren in Tokio
1960-1965 Studium an der "University of Fine Art" in Tokio
1966-1969 Studium an der akademie der bildenden Künste in München
1973-1974 Lehrauftrag an der Universität München
Ab 1975 am Salzburg-College für Zeichnen, Malerei und Radierung
Ab 1981 dort Leiter des "Work-Shop" für Radierung
1997 Takahashi stirbt in Bad Reichenhall
Cezanne gab ihm den ersten Leitgedanken seiner Malerei, in Klees traumhaft-elementarer Zeichenwelt fand Takahashi eine Heimat seiner eigenen lyrischen Neigungen, in Bissieres teppichhaften Mustern sah er materielle Farbstruktur und poetische Chiffre verwoben. Doch die Ablösung vom Gegenständlichen, vom Zeichen, war von hier noch nicht zu vollziehen. Erst seine Amerika-Reise, die nicht in erster Linie eine Begegnung mit der abstrakten Malerei der New Yorker Künstler brachte, sondern vor allem mit einer freieren Art zu leben, gab Takahashi den Mut zum Risiko. Er löste sich von den kostbaren kleinen Formaten, von dem Zauber seiner Stilleben und Landschaften, die Leinwand wurde zur Farb-Wand, wurde monochrom und meditativ. Diese asketischen Bilder und noch mehr die jüngsten Arbeiten mit ihren kräftigen, dicht geschichteten Farbspuren weisen auf die Eigenmaterialität des Bildes und zugleich darüber hinaus auf eine gefühlsmäßig erfahrbaren größeren Zusammenhang. Sie sind malerisch erfaßter Teil einer intuitiven Weltschau.
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